Übergeordnetes Projektziel war die Öffnung von Vereinen und Gruppen für Flüchtlinge des Schwalm-Eder-Kreises im Besonderen und Menschen mit Migrationshintergrund im Allgemeinen. Die regionalen Schwerpunkte waren, auf Grundlage der Bevölkerungsstruktur, Homberg, Schwalmstadt sowie die Region Fritzlar und Wabern. Beginnend wurde ein Informationsflyer an die regional relevanten Vereine versandt, sowie eine Pressemitteilung zum Projekt veröffentlicht. Durch Gespräche in den Gemeinschaftsunterkünften in Schwalmstadt, Homberg und Homberg-Wernswig wurden Bedürfnisse und Problemlagen der indirekten Zielgruppe hinsichtlich der sozialen Partizipation erfasst. Schwierig gestaltete sich die Kontaktaufnahme zu den Vereinen, auf die Anschreiben kamen keine Reaktionen. Insgesamt konnte mit 31 Vereinen Kontakt aufgenommen werden. Mit der Mehrheit (20) der erreichten Vereine konnten Gesprächstermine vereinbart werden. In den Gesprächen konnten folgende Möglichkeiten der Vereine für ein Engagement bestimmt werden: die persönliche Bewerbung des Vereins in den Gemeinschaftsunterkünften und Integrationskursen, das Aktivieren engagierter Vereinsmitglieder für persönliche Besuche in der Gemeinschaftsunterkunft, zur Flyererstellung und um Fahrgemeinschaften zu organisieren, sowie günstigere Beiträge um Flüchtlingen den Zugang zu erleichtern. Die relevanten Ergebnisse der Gespräche mit den Vereinen wurden in Form eines Maßnahmenflyers, i.S. einer Ergebnissicherung, an alle zu Beginn des Projektes kontaktierten Vereine versandt. Es hat sich im Verlauf des Projektes gezeigt, dass eine intensive Arbeit über einen längeren Zeitraum mit wenigen, regional günstig liegenden Mehrspartenvereine zielführender ist, als eine breite Kontaktaufnahme zu möglichst vielen Vereinen. Die Implementierung von konkreten, mit engagierten Vereinen zusammen entwickelten, lokalen kleinen Projekten und die direkte Vermittlung zwischen Flüchtlingen und Vereinen sollten Hauptbestandteil weiterer Projekte sein.

Wissenschaftler: Dr. Daniel R. Mekonnen
Stiftung: Alexander von Humboldt Stiftung


Zwischen 1998 und 2000 kämpften Eritrea und Äthiopien einen verheerenden Grenzkonflikt. Danach wurden zwei Hauptfriedensverträge, welche beide Regierungen im Juni und im Dezember 2000 geschlossen hatten sowie einer großen Friedensmission der Vereinten Nationen (UNMEE) vom Dezember 2000 bis zum Juli 2008 eingerichtet. Die beiden Staaten sind Teil des Hornes Afrikas, einer Region, welche von Experten als die am meisten konfliktbelastete Gegend der Welt seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges beschrieben wird. Infolgedessen sind Frieden und Sicherheit unter den Hauptsorgen der Region. Als eine Gegend, welche von lebensgefährlichen Konflikten heimgesucht wird, ist das Horn von Afrika viele Jahre lang Zentrum der akademischen Debatte über Friedens- und Sicherheitsstudien gewesen. Es wird allgemeinhin angenommen, dass sich diese Tatsache zumindest für die nächsten Jahre, nicht ändern wird. Als Ergebnis hat die fortlaufende Verpflichtung von Friedens- und Sicherheitsstudien mit Schwerpunkt auf diese Region und im Bezug auf die Adaptierung von frischen und innovativen Ideen, welche sich auf das Unterbreiten praktischer Empfehlungen für reale Lebensprobleme besondere Relevanz. Es scheint auch einen Mangel an Akademischer Arbeit zu geben, welcher auf den Misserfolg der UNMEE, besonders bezüglich Bemühungen nach langanhaltendem Frieden zwischen Eritrea und Äthiopien hindeutet. Diese Studie beabsichtigt durch kritische Analyse des Versagens des durch die UN geleiteten Friedensprozesses, die Lücke zu verringern und innovative und praktische Überlegungen für einen anhaltenden Frieden der beiden Länder anzustrengen. Von einer breiteren akademischen Perspektive trägt die Forschung auch zur andauernden Debatte über die Rolle der Vereinten Nationen in der Wahrung des internationalen Friedens und der Sicherheit über ihre Mächte des Kapitels VII der Charta der Vereinten Nationen bei.

Bomben gegen den Frieden – die Perversion einer Kultur der Gewalt

Vom 15. bis zum 16. April 2012 wurde die erste internationale Konferenz zum Thema „Gewalt“ im Iraq veranstaltet. Ziel war es, Akademiker und Vertreter zivilgesellschaftlicher Institutionen an einen Tisch zu bringen und einen Dialog über die im Iraq existierende Gewalt zu initiieren, unter Einbezug internationaler Experten und unter Einbezug der Studierenden, um eine möglichst breite Anwendungsorientierung zu erreichen. Die Konferenz trug den Titel „From Violence to Non-Violence: Analysis, Dialogue and Societal Participation in Kirkuk", insgesamt nahmen 15 ausländische Gäste teil und 64 irakische Professoren aus allen Landesteilen waren mit eigenen Beiträgen vertreten.

Mitten im Konferenzverlauf wurde eine Autobombe gezündet. Mehr Informationen hier. .....

Ab dem 01.04.2012 arbeitet Daniel Mekonnen als Gastwissenschaftler am Felsberger Institut e.V. Daniel Mekonnen erhielt seinen Doktortitel der Rechtswissenschaft von der Universität Free State. Seitdem arbeitet er als Dozent und Wissenschaftler an diversen europäischen Universitäten. Ab 2012 ist Daniel Mekonnen einer der Georg Forster Stipendiaten der Alexander von Humbold Stiftung.

Homepage der Alexander von Humbold Stiftung

Kilometer durch die Wüste, tagelang in einem kleinen Boot, zu Fuß über mehrere Grenzen- die Wege von Flüchtlingen nach Europa sind sehr verschieden. Ebenso die Gründe, die zur Flucht veranlassen. Meist sind es jedoch Krieg, Hunger, Armut, die Menschen dazu antreiben alles aufs Spiel zu setzen. In Deutschland angekommen, warten neben Freiheit auch neue Herausforderungen. Der Flüchtlingsstatus ist unsicher, die Angst vor Abschiebung stets präsent. Da man als Flüchtling keine Rechte zur politischen und sozialen Mitwirkung hat, bleibt man am Rande der Gesellschaft. Zusätzlich erschweren die oft traumatischen Fluchterlebnisse ein soziales Agieren. Es fehlt gerade jungen erwachsenen Flüchtlingen das Selbstvertrauen, um von sich aus auf andere zuzugehen. Dabei haben im Leben dieser Menschen in ihren Heimatländern soziale Aktivitäten wie Sport, Musik, Handwerk und reger Gedankenaustausch eine große Rolle gespielt.

Wir haben uns daher vorgenommen, neue kommunale Integrationspotenziale aufzudecken und hierzu das Projekt „Gewinnung von Integrationsmittlern für junge erwachsene Flüchtlinge im Schwalm-Eder-Kreis“ ins Leben gerufen.

Das Projekt wird vom Felsberger Institut für Bildung und Wissenschaft (Felsberger Institut e.V.), durchgeführt und durch die Initiative Gewalt geht nicht! und das Bundesprogramm Toleranz fördern - Kompetenz stärken gefördert. Anliegen des Projekts ist es, durch Aufklärung, Sensibilisierung und Motivierung, Integrationsmittler für junge erwachsene Flüchtlinge im Schwalm-Eder-Kreis zu gewinnen.

Im Rahmen des Projekts (Laufzeit bis Dezember 2013) werden unter anderem interaktive Workshops für Integrationsmittler stattfinden.Nähere Informationen zum Projekt und Workshops erhalten Sie bei Alexander Kliewer, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!