31.07.2014

Projekt: Gewinnung von Integrationsmittlern für junge erwachsene Flüchtlinge im Schwalm-Eder-Kreis

Übergeordnetes Projektziel war die Öffnung von Vereinen und Gruppen für Flüchtlinge des Schwalm-Eder-Kreises im Besonderen und Menschen mit Migrationshintergrund im Allgemeinen. Die regionalen Schwerpunkte waren, auf Grundlage der Bevölkerungsstruktur, Homberg, Schwalmstadt sowie die Region Fritzlar und Wabern. Beginnend wurde ein Informationsflyer an die regional relevanten Vereine versandt, sowie eine Pressemitteilung zum Projekt veröffentlicht. Durch Gespräche in den Gemeinschaftsunterkünften in Schwalmstadt, Homberg und Homberg-Wernswig wurden Bedürfnisse und Problemlagen der indirekten Zielgruppe hinsichtlich der sozialen Partizipation erfasst. Schwierig gestaltete sich die Kontaktaufnahme zu den Vereinen, auf die Anschreiben kamen keine Reaktionen. Insgesamt konnte mit 31 Vereinen Kontakt aufgenommen werden. Mit der Mehrheit (20) der erreichten Vereine konnten Gesprächstermine vereinbart werden. In den Gesprächen konnten folgende Möglichkeiten der Vereine für ein Engagement bestimmt werden: die persönliche Bewerbung des Vereins in den Gemeinschaftsunterkünften und Integrationskursen, das Aktivieren engagierter Vereinsmitglieder für persönliche Besuche in der Gemeinschaftsunterkunft, zur Flyererstellung und um Fahrgemeinschaften zu organisieren, sowie günstigere Beiträge um Flüchtlingen den Zugang zu erleichtern. Die relevanten Ergebnisse der Gespräche mit den Vereinen wurden in Form eines Maßnahmenflyers, i.S. einer Ergebnissicherung, an alle zu Beginn des Projektes kontaktierten Vereine versandt. Es hat sich im Verlauf des Projektes gezeigt, dass eine intensive Arbeit über einen längeren Zeitraum mit wenigen, regional günstig liegenden Mehrspartenvereine zielführender ist, als eine breite Kontaktaufnahme zu möglichst vielen Vereinen. Die Implementierung von konkreten, mit engagierten Vereinen zusammen entwickelten, lokalen kleinen Projekten und die direkte Vermittlung zwischen Flüchtlingen und Vereinen sollten Hauptbestandteil weiterer Projekte sein.


31.07.2014

Erfolglose Blauhelme: Eine kritische Abschätzung der Friedensmission der Vereinten Nationen in Eritrea und Äthiopien

Wissenschaftler: Dr. Daniel R. Mekonnen
Stiftung: Alexander von Humboldt Stiftung


Zwischen 1998 und 2000 kämpften Eritrea und Äthiopien einen verheerenden Grenzkonflikt. Danach wurden zwei Hauptfriedensverträge, welche beide Regierungen im Juni und im Dezember 2000 geschlossen hatten sowie einer großen Friedensmission der Vereinten Nationen (UNMEE) vom Dezember 2000 bis zum Juli 2008 eingerichtet. Die beiden Staaten sind Teil des Hornes Afrikas, einer Region, welche von Experten als die am meisten konfliktbelastete Gegend der Welt seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges beschrieben wird. Infolgedessen sind Frieden und Sicherheit unter den Hauptsorgen der Region. Als eine Gegend, welche von lebensgefährlichen Konflikten heimgesucht wird, ist das Horn von Afrika viele Jahre lang Zentrum der akademischen Debatte über Friedens- und Sicherheitsstudien gewesen. Es wird allgemeinhin angenommen, dass sich diese Tatsache zumindest für die nächsten Jahre, nicht ändern wird. Als Ergebnis hat die fortlaufende Verpflichtung von Friedens- und Sicherheitsstudien mit Schwerpunkt auf diese Region und im Bezug auf die Adaptierung von frischen und innovativen Ideen, welche sich auf das Unterbreiten praktischer Empfehlungen für reale Lebensprobleme besondere Relevanz. Es scheint auch einen Mangel an Akademischer Arbeit zu geben, welcher auf den Misserfolg der UNMEE, besonders bezüglich Bemühungen nach langanhaltendem Frieden zwischen Eritrea und Äthiopien hindeutet. Diese Studie beabsichtigt durch kritische Analyse des Versagens des durch die UN geleiteten Friedensprozesses, die Lücke zu verringern und innovative und praktische Überlegungen für einen anhaltenden Frieden der beiden Länder anzustrengen. Von einer breiteren akademischen Perspektive trägt die Forschung auch zur andauernden Debatte über die Rolle der Vereinten Nationen in der Wahrung des internationalen Friedens und der Sicherheit über ihre Mächte des Kapitels VII der Charta der Vereinten Nationen bei.


27.07.2014

IBERIAN CONGRESS OF AFRICAN STUDIES 2012

8. Iberischen Kongress für Afrikanische Studien - ICAS 8

Während des 8. Iberischen Kongresses für Afrikanische Studien – ICAS8, möchten wir über den tiefgreifenden politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Wandel reflektieren, welchen Afrika heute erlebt. Auch die Neugestaltung seiner Beziehungen mit dem Rest der Welt soll hierbei aufgegriffen, welche komplexe, lokale Antworten beinhalten, die sowohl Beständigkeit, als auch Integration in regionalen und globalen Dynamiken beinhaltet. Diese verlangen komplexe lokale Antworten, welche sowohl Beständigkeit, als auch Integration in regionalen und globalen Dynamiken beinhaltet.

ICAS 8


27.07.2014

Felsberger Institut e.V. erweitert Kooperationen und Forschungsaktivitäten in Lateinamerika

Im November 2011 besuchte der Direktor des Felsberger Institut e.V., Dr. Hartmut Quehl, Nicaragua und Kolumbien, um die Forschungsaktivitäten des Felsberger Institut e.V. in Lateinamerika auszuweiten und Vereinbarungen über gemeinsame Forschungsprojekte und Kooperationsverträge vorzubereiten.

In Nicaragua wurde mit dem Martin-Luther-King-Institut an der UPOLI in Managua eine Vereinbarung über den Abschluss eines Rahmenkooperationsvertrages mit dem Felsberger Institut e.V. getroffen. Darüber hinaus wurde ein Aktionsplan im Rahmen des gemeinsamen Forschungsprojekts zur Sozial- und Alltagsgeschichte des Krieges in Nicaragua und zum Thema Demobilisierung und Reintegration beschlossen. Zu diesem Zwecke wurde eine Arbeitsgruppe gebildet und Herr Jesus Martin Torres Tableada als neuer Mitarbeiter in das Team des Felsberger Institut e.V. gewonnen. In León und an der Grenze zu Honduras fanden erste Sondierungen für die zukünftigen Feldforschungen statt. Im Laufe der nächsten Wochen wird nun ein Rahmenvertrag über die gemeinsame Forschungskooperation erarbeitet werden, der dann in 2012 unterzeichnet werden wird.

Eine weitere Station seiner Reise führe Herrn Dr. Quehl nach Kolumbien. In Gesprächen an der Universidad de Rosario wurden Möglichkeiten gemeinsamer akademischer Aktivitäten und Forschungsprojekte im Forschungsfeld Migration erörtert. Auch hier ist für das Jahr 2012 der Abschluss eines Kooperationsabkommens vorgesehen.


27.07.2014

Dr. Hartmut Quehl führt Gespräche in Nicaragua

Vom 6.-9. November 2010 besuchte der Direktor des Felsberger Institut e.V., Dr. Hartmut Quehl in Begleitung von Frau Natalie Charkow das "Instituto Martin Luther King" in Nicaragua, um dort erste Gespräche über Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Forschungsbereich zu führen. Das "Instituto Martin Luther King", das ein politikwissenschaftliches An-Institut der Polytechnische Universität Managua (UPOLI) ist, verfügt über eine lange Erfahrung in der Erforschung des Krieges in Nicaragua und über langjährige Praxis im Feld der Friedenspolitik und der Aussöhnung zwischen den ehemaligen Kriegsgegnern.
Im Laufe der Gespräche wurde erörtert, inwieweit ab 2011 ein gemeinsames Forschungsprojekt zur vergleichenden Sozialgeschichte des Krieges begonnen werden kann. Gemeinsam mit Ref. José Miguél Torres und Martín Torres besuchten Dr. Quehl und Frau Charkow die Stadt Nueva Guinea, in der das IMLK in den Prozess der Aussöhnung eingebunden ist. Vor Ort wurden erste Gespräche mit Ex-Kämpfern und Vertretern der ehemals verfeindeten Lager geführt.
Für 2011 wurde ein weiterer Besuch in Nicaragua vereinbart, bei dem die praktische Umsetzung des Projektplans besprochen werden wird.


27.07.2014

Besuch des Leiters des Felsberger Institut e.V.-Büros im Iraq in Kirkuk

Am 25. November 2010 besuchte der Leiter des Felsberger Institut e.V.-Büros in Erbil, Nazar Jamil die Stadt Kirkuk, um dort Kooperationsgespräche zu führen.Nazar Jamil traf zu Gesprächen mit der Leiterin der In Kirkuk ansässigen NGO "Community Development Organisation" zusammen, Frau Tania Muhamad, um Kooperationsmöglichkeiten mit den Kirkuker NGO's zu erörtern. Als wesentliches Ergebnis vereinbarten beide Seiten die Organisation einer Konferenz zum Thema "Ethnic Victimisation" in Kirkuk.
Ein weiteres Treffen fand mit dem Rektor der Juristischen Fakultät der Universität Kirkuk und zwei Dozenten des Bereiches "Human Rights Studies" statt. Hierbei wurde eine Beteiligung der Universitätsdozenten an der geplanten Konferenz vereinbart. Darüber hinaus wurde der Trainingsbedarf der Fakultät im Bereich Dozentenfortbildung und Lehrmaterialentwicklung besprochen.
Weitere Gespräche sind für 2011 geplant.